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Über die Anfänge der IESK-Weiterbildung

 

 

Bereits 1991 gründete Prof. Mechthild Papousek, Psychiaterin und Säuglingsforscherin, die erste Beratungsstelle in Deutschland für Eltern mit exzessiv schreienden Babys.

 

Zuvor hatte sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Neurobiologen Hanus Papousek, die Interaktion und Kommunikation zwischen Eltern und ihren Säuglingen erforscht – mit der zentralen Frage, wie es möglich ist, dass Eltern intuitiv die Signale ihres Babys verstehen und auf seine Bedürfnisse eingehen können.

 

Im privaten Umfeld war Mechthild Papousek selbst mit einem kleinen Baby konfrontiert, das abendliche Schreiphasen hatte. Sie begab sich auf die Suche nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und Studien – und entwickelte daraus die Idee, Eltern und ihren Babys in belastenden Situationen gezielt Beratung und Unterstützung anzubieten. So entstand die erste „Sprechstunde für Schreibabys“ am Kinderzentrum München.

 

Bald wandten sich auch Familien mit anderen Fragestellungen an die Ambulanz. Das Angebot wurde erweitert – unter anderem um Themen wie Schlafstörungen, Fütterprobleme, vermehrtes Klammern oder anhaltende Schreiphasen im Rahmen der Autonomieentwicklung.

 

Aus der intensiven klinischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen frühen Störungsbildern entwickelte Mechthild Papousek das Konzept der frühkindlichen Regulationsstörung sowie ein therapeutisches Modell, um hochbelastete junge Familien gezielt zu unterstützen.

 

1993 startete das erste berufsbegleitende Weiterbildungscurriculum für Integrative Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beratung (IESK-B) an der Deutschen Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen (DAER) in München.

 

Mechthild Papousek leitete das Curriculum bis 2016. Anschließend übergab sie die Leitung an ihre langjährige Mitarbeiterin Ruth Wollwerth de Chuquisengo.

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